
Alter: 5-6
Spieldauer: 10 Minuten
Mitspieler*innen: 3-4
Material: passende Gegenstände aus der Kita
Spielbeschreibung
Das Ziel des Spiels ist es, dass Kinder sich darauf einigen, was auf eine einsame Insel mitgenommen werden sollte. Das soll trainieren, sich die Argumente der anderen Seite anzuhören, fair aufzuteilen, wer wie viele Vorschläge machen darf, und zu verstehen, dass nicht jedes Kind die gleichen Wertzuschreibungen besitzt.
Zuerst wird den Kindern das Szenario nahegebracht: Das Schiff auf dem sie waren, ist gesunken. Sie können sich auf ein kleines Boot retten, das sie zur nächsten Insel bringen kann. Allerdings können nur 10 Gegenstände in das Boot gelegt werden. Nun müssen sich die Kinder darauf einigen, welche das sein sollen. Das Ziel des Spiels ist erreicht, wenn die Gruppe einen Konsens erreicht hat. Entweder die Kinder legen mündlich fest, was sie gerne mitnehmen würden oder die Spielleitung gibt kleine Zettel mit Bildern aus und die Kindern können sich dann etwas aussuchen.
Mögliche Anforderungen für einen Inselaufenthalt:
| Etwas zu essen & trinken | Etwas, um sich unterzustellen / Zelt | Etwas, um Feuer zu machen |
| Kleidung | Spiele | Kochbuch |
| Messer, Gabel, Löffel | Teller | Musikinstrument |
| Spielball | Papier und Stifte | Kissen |
Vereinfachung:
Die Anzahl der Gegenstände entscheidet darüber, wie lange das Spiel dauert. Wenn kleinere Kinder nur wenig Konzentrationsfähigkeit aufweisen, lässt sich diese reduzieren.
Erweiterung:
Man kann ein Zeitlimit setzen, sodass man sich schneller einigen muss und somit effizienter kommunizieren.
| Förderbereich: | Förderung: | Begründung: |
| Sich den eigenen Gefühlen bewusst sein – | + | Man muss sich darüber Gedanken machen, welche Gegenstände der eigenen Person am wichtigsten sind. Dafür muss man auch die Bedürfnisse, die man auf einer kleinen Insel hat, nachvollziehen können (z.B. Schutz, Nahrungssicherheit, Wärme, …). |
| Gefühle regulieren – | + | Man muss akzeptieren, dass nicht jeder Vorschlag automatisch angenommen wird. |
| Sich in andere Personen versetzen können – | + | Man muss überlegen, welche Vorschläge bei den anderen Kindern akzeptiert werden könnten. |
| Mit Konflikten umgehen | ++ | Man muss sich darauf einigen, wer wie viele Gegenstände in das Boot legen darf. |
| Soziale Regeln aushandeln – | + | Man kann darüber entscheiden, mit welcher Regel man festsetzt, was mitgenommen wird. |
| Rücksicht nehmen – | – | Wird mit diesem Spiel nicht besonders gefördert. Ausnahme: Jeder darf mitreden, wenn es darum geht, festzustellen, was man mitnimmt. |
| Bedürfnisse und Grenzen achten – | + | Man muss akzeptieren, dass man nicht mehr bestimmen darf als die anderen. |
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