Fast alles steht Kopf (sozial-emotional)

Alter: 6-8 ( + Variante für kleine Kinder)

Spieldauer: 3 Minuten pro Szene

Mitspieler*innen: 2-4

Material: kurze Beschreibungen für die Szenerie

Spielbeschreibung

Die Kinder spielen (Improvisations-)Theater. Eine Souffleuse, die Spielleitung, spricht ein, was bei dem Theaterstück passiert. Sie beschreibt eine Szene, die eine Herausforderung darstellt. Man ist quasi eine Mischung aus Puppenspieler und Inspiration für die Kinder. Dabei sind diese bestimmte Gefühle, die zeigen müssen, was in ihrem Inneren vorgeht (analog zum Film: Alles steht Kopf). Die Kinder reagieren im Sinne ihrer Gefühle, die ihnen zugeordnet wurden, auf die jeweiligen Herausforderungen. Sie erfahren auf diese Weise, wie unterschiedliche Gefühle die Lösung von Problemen in einer Szene verändern und wie unterschiedlich der Ausdruck von Gefühlen bei unterschiedlichen Kindern aussieht.

Szenarien:

Eine Person möchte einen Döner kaufen, kriegt aber nicht, was er/sie will.Es soll sich darauf geeinigt werden, welches Sportspiel man zusammen macht.Eine Hexe kocht einen Zaubertrank, verfügt aber nicht über alle Zutaten.In einer Minecraft-Welt wird eine Höhle und ein Haus gebaut.
Man macht mit Mama und Papa einen Ausflug in den Freizeitpark.Die Kinder müssen sich vor großen Dinosauriern verstecken.Man baut und startet zusammen eine Zeitmaschine.

Für kleine Kinder:

Den Kindern wird die Szene kurz geschildert. Die Sätze, die sie sagen sollen, werden den Kindern vorgegeben. Sie sollen diese dann mit ihren Gefühlen „ausfüllen“.

Vereinfachung:

Die Schwierigkeit lässt sich über die Intensität abstimmen, mit denen man den Kindern Anweisungen gibt. Detaillierte Vorgaben und Hinweise machen es dem Nachwuchs leichter zu agieren.

Erweiterung:

In der erweiterten Variante gibt nur wenige Vorgaben und lässt den Kindern Raum, Ihre Rolle konkret auszufüllen. Sie sollen entscheiden, wie sie die kleine Szene gestalten.

Förderbereich:Förderung: Begründung:
Sich den eigenen Gefühlen bewusst sein –++Man muss sich vorstellen können, wie es ist, ein bestimmtes Gefühl zu durchleben und dieses dann auch adäquat ausdrücken können.
Gefühle regulieren –+Die Kinder müssen die Gefühle zwar darstellen, dürfen aber nicht durch das Gefühl direkt in ihrem Spiel beeinflusst werden. Sie spielen das Gefühl nur.
Sich in andere Personen versetzen können –+Man lernt, wie schwer es fallen kann, sich in ein anderes Gefühl »hineinzubewegen«.
Mit Konflikten umgehen+Man kann verstehen, inwieweit Gefühle (wie z.B. der Zorn) das eigene Handeln erleichtern und erschweren und sich im Spiel darüber Gedanken machen, wie man am besten auf sie reagiert.
Soziale Regeln aushandeln –Die Regeln sind relativ klar festgelegt.
Rücksicht nehmen –Wird mit diesem Spiel nicht besonders gefördert.
Bedürfnisse und Grenzen achten –+Man darf die Gefühle nicht an den anderen Kindern real ausleben bzw. sie damit unangenehm überfallen.

Inspiration: Hirling 2011, 96 (Literatur)

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Schlagwörter

Bewegungskontrolle (14) Gefühlsregulation (11) Grobmotorik (10) Konzentration und Aufmerksamkeit (10) Körperkoordination (11) Räumliche Orientierung (10) Sensorische Wahrnehmung (10) Sprachverständnis (16) Wortschatz – expressiv (16) Wortschatz – rezeptiv (18)


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