
Alter: 5-7
Spieldauer: 8 Minuten
Mitspieler*innen: 3-5
Material: unter Umständen ein Märchenbuch
Bemerkung: Hierbei handelt es sich um eine Variante von „Superheld*in braucht Dich“.
Spielbeschreibung
Es wird ein Märchen nachgespielt, das die Kinder kennen (z.B. Rotkäppchen) in verschiedenen Rollen. Dabei kommt es ab einem bestimmten Punkt zu einem Konflikt. Eine Figur (Der Wolf/ Die Hexe …) versucht ihr Problem mit Gewalt zu lösen. Vielleicht kann die Spielleitung das Wesen spielen, das den Konflikt in sich erlebt. Die Kinder müssen nun versuchen, das Konfliktwesen davon abhalten, ihr Bedürfnis mit Gewalt zu befriedigen. Wenn die Kinder es durch verschiedene Strategien versucht haben, das Wesen von dieser Gewalttat abzuhalten, haben sie das Spiel gewonnen. Dann geht das Märchen anders aus. Am besten wäre es, am Tag zuvor das Märchen noch einmal kurz zu erzählen, damit die Kinder sich darin zurechtfinden können.
Vereinfachung:
Wenn die Kinder zu jung sind, kann auch direkt zum Zentrum des Konflikts gesprungen werden, indem man auf die Vorgeschichte, die vielleicht bekannt ist, verzichtet.
Erweiterung:
- –
Märchen mit Zentralkonflikt:
| Rotkäppchen: Wolf muss vom Fressen abgehalten werden | Bremer Stadtmusikanten: Räuber müssen davon abgehalten werden, ihr Haus für sich allein zu behalten. | Der Wolf und die sieben Geißlein: Der Wolf soll die sieben Geißlein wieder herausgeben. |
| Hänsel und Gretel: Die Kinder müssen die Hexe davon abhalten, dass Hänsel gefressen wird. | Der Froschkönig: Die Prinzessin muss den Prinz auf eine andere Weise befreien. |
| Förderbereich: | Förderung: | Begründung: |
| Sich den eigenen Gefühlen bewusst sein – | – | Wird mit diesem Spiel nicht besonders gefördert. |
| Gefühle regulieren – | + | Man muss es aushalten, dass man nicht immer sofort auf eine Lösung kommt. |
| Sich in andere Personen versetzen können – | ++ | Man muss verstehen, warum die konkurrierende Märchenfigur sich so verhält. |
| Mit Konflikten umgehen | – | Wird mit diesem Spiel nicht besonders gefördert. |
| Soziale Regeln aushandeln – | – | Die Regeln sind relativ klar festgelegt. |
| Rücksicht nehmen – | – | Wird mit diesem Spiel nicht besonders gefördert. Ausnahme: Man darf bei den Vorschlägen anderer Kinder nicht dazwischenreden. |
| Bedürfnisse und Grenzen achten – | – | Wird mit diesem Spiel nicht besonders gefördert. |
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