
Alter: 4-7
Mitspieler*innen: 3-6
Spieldauer: 10 Minuten
Material: Karten mit Aufträgen
Spielbeschreibung
Die Spielleitung liest ein oder zwei kurze Sätze vor, die eine außergewöhnliche Szene beschreibt bzw. beschreiben. Z.B.: „Ein Eisbär sitzt in Deinem Kühlschrank.“ Die Frage für die Kinder lautet nun, wie es dazu gekommen ist. Sie sollen aufzeigen, wenn sie auf eine Lösung gekommen sind; kann ein Kind plausibel – in Rückbezug auf die Grundinformation des Satzes bzw. der Sätze – erklären, warum das Geschehen zustand kam, bekommen die Kinder Detektiv-Büro-Punkte. Dabei können sie selbst bewerten, wie gut ihnen der Lösungsvorschlag gefallen hat (von 1 [okay] bis 3 [sehr gut]). Ziel des Spiels ist es, bei fünf Detektivgeschichten möglichst viele Punkte zu bekommen.
Szenarien:
| Bei eurer Nachbarin wird jeden Tag nur noch Spaghetti gegessen. | Im Zoo streiken alle Tiere, obwohl sie genug zu essen haben. | Vor dem Kindergarten fliegt ein Piratenschiff herum. |
| In einem Supermarkt in der Nähe wird Luft in Flaschen verkauft. | Auf dem Weihnachtsmarkt trinken ganz viele Leute kalte Getränke. | Ein Zauberer kann plötzlich nicht mehr zaubern. |
| Die Kinder wollen plötzlich an Ostern Fasching feiern. | Der Bürgermeister kommt in die Kita, um die Kinder zu besuchen. | Plötzlich sind alle Schatten verschwunden. |
| Der Mond leuchtet nicht mehr. | Die Erde spricht plötzlich mit den Menschen und sagt, dass sie sich manchmal langweilt. | In einer Bank wird morgens der Safe leer vorgefunden; aber es finden sich keine Spuren von einem Banküberfall. |
Vereinfachung
Das Spiel passt sich in gewisser Hinsicht den Fähigkeiten der Kinder an; ihr Entwicklungsstadium entscheidet über die Kreativität der Lösungen für die „Detektivfälle“.
Erweiterung
Wenn die Kinder größer sind, können sie sich selbst ungewöhnliche Szenarien ausdenken.
| Sprachförderbereich | Förderung | Kurzbegründung |
| Wortschatz – rezeptiv | – | Im Zentrum des Spiels steht nicht die Aufnahme neuer Wörter. |
| Wortschatz – expressiv | + | Kinder müssen erklären, wie der Fall am besten gelöst werden kann. Dazu müssen sie auf bekannte Wörter zurückgreifen, die unter Umständen auch ungewöhnlicher sind. |
| Sprachverständnis | ++ | Kinder können mit komplexen Erzähleinheiten konfrontiert werden. |
| Kohärenz (logischer Zusammenhang) | ++ | Es können durchaus komplexe Erzählkonstruktionen entstehen. |
| Kohäsion (sprachliche Verknüpfung) | ++ | Damit eine sinnvolle Geschichte entsteht, muss diese an der Fallbeschreibung ansetzen („weil“, „deswegen“, …). |
| Grammatik – Syntax | + | Die erzählende Person muss sinnvolle, vollständige Sätze produzieren, auch wenn dies nicht das Hauptziel des Spiels ist. |
| Grammatik – Morphologie | + | Nutzung korrekter Artikel und Pluralformen für die Erklärung |
| Pragmatik | – | Im Spiel ist kein Schwerpunkt auf die Pragmatik angelegt. |
| Narrative Kompetenz | ++ | Man darf etwas erzählen und muss durch die Schlüssigkeit der Geschichte überzeugen. |
| Phonologische Bewusstheit | – | Die Einübung steht nicht im Mittelpunkt der Aufgabe. |
| Artikulation | – | Es geht nicht explizit um Lautbildungsförderung. |
| Early Literacy | – | Es werden keine intensiven Vorerfahrung für spätere Lese- und Schreibversuche gemacht. |
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