Sätze, Sätze, Sätze (Sprache)

Alter: 5-7

Spieldauer: 4-10 Minuten

Mitspieler*innen: 3-6

Material: Zettel mit möglichen Gegenständen; Notizzettel für die Punkte; Zeitmess-Apparat

Spielbeschreibung

Zuerst wählt die Spielleitung ein Wort aus; Spieler*in 1 muss nun versuchen, den anderen Kindern klar zu machen, welches Wort von der Spielleitung ins Ohr geflüstert wurde. Dabei darf sie nur einen Satz mit fünf Wörtern (bzw. einen kurzen Satz) sagen und die Mitspieler*innen müssen erraten, welches Wort fehlt. Z.B.: „Im Winter fällt immer X.“ (Lösung: Schnee). Kommen die Kinder nicht auf die Lösung wird noch ein zweiter Satz ohne das Wort gesagt usw. Wer den richtigen Begriff wählt, wird selbst nun Spieler*in 1. Die Person bekommt dann ein neues Wort von der Spielleitung gesagt. Allerdings darf jedes Kind nur einmal pro Satz raten. Es gibt zum Schluss keine Gewinner bzw. Verlierer.

Mögliche Begriffe:

BusDinoSchlitten
ApfelMeerDeutschland
KircherundDelfin
KneteschwimmenAugen

Vereinfachung

Der Schwierigkeitsgrad wird über die Vertrautheit bzw. Fremdheit der Begriffe bestimmt.

Erweiterung

Bei älteren Kindern kann man – wie beim Spiel Tabu – bestimmte Wörter für die Verwendung im beschreibenden Satz verbieten.

SprachförderbereichFörderungKurzbegründung
Wortschatz – rezeptiv++Die Kinder müssen sich bemühen, den Kontext-Satz des anderen Kindes nachzuvollziehen.
Wortschatz – expressiv++Man muss sich aktiv an Wörter erinnern und diese versprachlichen.
SprachverständnisEin Erfassen komplexer Geschichten ist kaum nötig.
Kohärenz (logischer Zusammenhang)Es werden keine komplexen Erzählkonstruktionen erzeugt.
Kohäsion (sprachliche Verknüpfung)Verknüpfungen (z. B. „dann“, „und“, „weil“) werden nicht besonders eingeübt.
Grammatik – Syntax+Um verständlicher zu sein, sollten die Sätze syntaktisch korrekt geformt sein.
Grammatik – MorphologieEs besteht kein Fokus auf diesen Bereich.
PragmatikIm Spiel ist kein Schwerpunkt auf die Pragmatik angelegt.
Narrative KompetenzEs findet kein Erzählen und Erinnern einer zusammenhängenden Handlung statt.
Phonologische BewusstheitDiese Eigenschaft steht nicht im Zentrum der Aufgabe.
ArtikulationEs geht nicht explizit um Lautbildungsförderung.
Early LiteracyEs werden keine intensiven Vorerfahrung für spätere Lese- und Schreibversuche gemacht.



Eine Antwort zu „Sätze, Sätze, Sätze (Sprache)“

  1. Avatar von Sabrina
    Sabrina

    Aus der Anleitung wird nicht klar, wann/wie das Zeitmessgerät eingesetzt.

    Zuerst wählt die Spielleitung ein Wort aus –> Warum? Ich fände es besser, wenn Kinder ein Bild ziehen könnten, dass sich selbst erklärt. Flüstern ist missverständlich, kann von anderen Kindern gehört werden und kann unangenehm sein. Außerdem demonstriert es Macht.

    Dabei darf sie (falsches Pronomen, sofern das Kind und nicht die Anleitung gemeint ist) nur einen Satz mit fünf Wörtern (bzw. einen kurzen Satz) sagen –> „nur einen Satz sagen“ wäre klarer. Eine detaillierte Anweisung scheint kontraproduktiv, da Kinder dann Wörter zählen würden oder sich fragten was denn ein kurzer Satz und was schon zu lang.

    „Im Winter fällt immer X.“ (Lösung: Schnee). –> ist das so? Immer?

    Es gibt zum Schluss keine Gewinner bzw. Verlierer. –> ist das so? Das erratende Kind wird Spieler*in 1. Es erringt/geeinnt diese Position.

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Schlagwörter

Bewegungskontrolle (14) Gefühlsregulation (11) Grobmotorik (10) Konzentration und Aufmerksamkeit (10) Körperkoordination (11) Räumliche Orientierung (10) Sensorische Wahrnehmung (10) Sprachverständnis (16) Wortschatz – expressiv (16) Wortschatz – rezeptiv (18)


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